Kurzbeschreibung

Titelseite des Buches Verbundenheit

aus dem Inhalt

Wir haben gelernt: Die Wirklichkeit ist aus lauter einzelnen Bausteinen zusammengesetzt – aus Atomen, Ameisen, Steinen, Schrauben, Autos, Liedern, Gesellschaften. Mit dieser Geschichte sind wir alle aufgewachsen.

Ich möchte die Geschichte anders erzählen: Die Wirklichkeit ist ungeteilt, ist immer ganz. Es gibt keine absoluten Grenzen, sondern nur teiloffene und unscharfe. Deshalb sind alle Dinge miteinander in einem großen Zusammenhang verbunden. Sie unterscheiden sich, sind aber nicht getrennt. Sie stehen in permanentem Austausch und Beziehung. Diese Beziehungen und die dazu gehörigen Prozesse sind elementar. Sie sind die Grundlage der Welt und nicht die Bausteine.

Die Getrenntheit der Dinge ist keine Eigenschaft der „Welt da draußen“, sondern entsteht durch unser Denken. Die Vereinzelung von Dingen und die Herauslösung aus ihrem Kontext sind menschliche Taten und keine „objektive“ Wirklichkeit.

Unser trennendes Denken hat die Haltung befördert, eine zusammengesetzte Welt könne zerlegt und neu zusammengesetzt werden. Aus diesem trennenden Denken entstehen Handlungen. Wälder werden in landwirtschaftliche Fabriken umgewandelt, Fische in den Ozeanen werden durch Plastik ersetzt, die Nutzung von Öl wird über das Klima gestellt. Die Menschen zerschneiden Zusammenhänge und schaffen damit „Artefakte“.

Diese Schrift ist eine Einladung, anders zu denken. Es geht nicht um neue Denk-Inhalte, sondern um eine andere Art und Weise des Denkens, das die Beziehungshaftigkeit, die Verbundenheit und das Prozesshafte in der Welt, also das Leben besser erfassen kann.